MANILA, Philippinen – Generalstaatsanwältin (SolGen) Darlene Berberabe argumentierte vor dem Obersten Gerichtshof, dass Präsident Ferdinand Marcos Jr. die Freigabe nicht programmierter Mittel (UA) nicht genehmigen müsse, da das Allgemeine Haushaltsgesetz (GAA) diese Befugnis direkt dem Haushaltsminister übertrage.
In der zweiten Runde der mündlichen Verhandlung am Dienstag, dem 21.04., bestätigte Berberabe gegenüber dem leitenden Beigeordneten Richter Marvic Leonen, dass das Ministerium für Haushalt und Verwaltung (DBM) Sonderzuteilungsfreigabeanordnungen (SAROs) ohne Genehmigung des Präsidenten ausstellen darf.
In der ersten Hälfte von Marcos' Amtszeit war Amenah Pangandaman als DBM-Ministerin tätig, bevor sie inmitten eines Korruptionsskandals im Bereich Hochwasserschutz zurücktrat. Unter ihrer Amtszeit stiegen die UA-Zuweisungen erheblich an und wurden zur Finanzierung umstrittener Hochwasserschutzprojekte verwendet.
„Mit anderen Worten, der DBM-Minister ist nicht länger das Alter Ego des Präsidenten. Der DBM-Minister ist dem Präsidenten gleichgestellt. Oder ist das eine falsche Annahme?", fragte Leonen.
Berberabe antwortete nicht direkt und wiederholte stattdessen, dass „das GAA das DBM… ermächtigt hat, diese Verantwortung [der Freigabe von SAROs] wahrzunehmen."
Leonen widersprach und wies darauf hin, dass der DBM-Minister dem Präsidenten Bericht erstattet und ihm gegenüber rechenschaftspflichtig ist.
Leonen wies auch darauf hin, dass gemäß Abschnitt 35, Kapitel 5, Buch VI der Exekutivverordnung Nr. 292 (Verwaltungsgesetzbuch) der Präsident besondere Haushaltsanträge genehmigt, bevor diese an das DBM übermittelt werden, das dann die SARO ausstellt.
UAs sind Bereitschaftsmittel, die aus Mehreinnahmen oder Auslandskrediten stammen. Die Verfassungsmäßigkeit der UAs wurde jedoch vor dem Obersten Gerichtshof angefochten, wobei die Antragsteller argumentieren, dass sie dem Kongress ermöglichen, die verfassungsmäßige Grenze zu umgehen, die es ihm verbietet, die Mittelzuweisungen über den vom Präsidenten vorgeschlagenen Haushalt hinaus zu erhöhen.
Die nächsten Runden der mündlichen Verhandlungen zum Staatshaushalt sind für den 02.06., 09.06. und 16.06. geplant. – Rappler.com

