Die Vorhersagemarkt-Plattform Polymarket hat sich mit dem Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis zusammengetan, um Insider-Handel und Marktmanipulation zu bekämpfen. Das Unternehmen gab die Partnerschaft am Donnerstag bekannt.
Chainalysis wird Werkzeuge bereitstellen, um verdächtige Handelsmuster zu erkennen und blockchain-verifizierte Beweise für Strafverfolgungsbehörden und regulatorische Anfragen zu erstellen.

Die Ankündigung folgt auf eine Reihe von Kontroversen, an denen Händler beteiligt waren, die anscheinend von nicht-öffentlichen Informationen im Zusammenhang mit realen Ereignissen profitiert haben.
Letzte Woche verhaftete das Justizministerium einen aktiven US-Armeesoldaten. Er soll klassifizierte Informationen genutzt haben, um auf Polymarket gewinnbringende Wetten im Vorfeld der Gefangennahme des ehemaligen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu platzieren.
Der Schritt erfolgt auch, während Polymarket laut einem Bericht von The Information eine Kapitalerhöhung von 400 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 15 Milliarden Dollar anstrebt.
Das Unternehmen drängt auch auf eine Genehmigung der Commodity Futures Trading Commission, um seine Hauptplattform in den USA neu zu starten. Polymarket hatte sich 2022 mit der CFTC geeinigt, weil es angeblich illegale binäre Optionskontrakte angeboten hatte.
Später erwarb das Unternehmen die Derivatebörse QCEX, eine CFTC-regulierte Plattform, und startete letztes Jahr eine US-Version seines Dienstes.
Am Donnerstag verabschiedete der US-Senat eine Änderung seiner Geschäftsordnung, die Senatoren den Handel auf Vorhersagemärkten sofort verbieten würde.
New York hat außerdem Klagen gegen die Börsenbetreiber Coinbase Financial Markets und Gemini Titan eingereicht und behauptet, dass ihre Vorhersagemarktprodukte gegen staatliche Glücksspielgesetze verstoßen.
Trotz der Kontroverse ist das Handelsvolumen auf Vorhersagemärkten gestiegen. Das monatliche Handelsvolumen erreichte im März 2026 laut einem Bericht von Bitget Wallet und Polymarket 25,7 Milliarden Dollar.
Privatanleger treiben einen Großteil dieser Aktivität an, wobei eine Verlagerung hin zu regelmäßigerer Beteiligung statt einmaliger Wetten zu beobachten ist.
Eine akademische Studie, die jede Polymarket-Transaktion von 2023 bis 2025 analysierte, ergab, dass nur 3,14 % der Konten als „erfahrene Gewinner" qualifiziert wurden.
Diese kleine Gruppe erfasste zusammen mit Market Makern mehr als 30 % aller Gewinne, obwohl sie weniger als 3,5 % aller Konten ausmachte.
Die Konkurrenzplattform Kalshi arbeitet ebenfalls daran, Bedenken hinsichtlich des Insider-Handels auszuräumen, während beide Unternehmen Bewertungen in Milliardenhöhe anstreben.
Der Beitrag Polymarket Partners With Chainalysis to Monitor Insider Trading on Prediction Markets erschien zuerst auf CoinCentral.

