Der deutsche Fußball-Gigant Werder Bremen sagt seine Sommerreise nach Minnesota ab und verweist auf Gewalt und Chaos infolge der aggressiven Einwanderungsmaßnahmen der Trump-Regierung.
„In einer Stadt zu spielen, in der Unruhen herrschen und Menschen erschossen wurden, passt nicht zu unseren Werten hier bei Werder Bremen", sagte Christoph Pieper, Leiter der Kommunikation des Vereins, am Freitag gegenüber Politico. „Darüber hinaus war für uns unklar, welche Spieler aufgrund der strengeren Einreisebestimmungen in die Vereinigten Staaten einreisen können."
Die Absage erfolgt inmitten der Operation Metro Surge von Präsident Donald Trump, bei der ab Dezember rund 3.000 Bundeseinwanderungsbeamte nach Minneapolis entsandt wurden. Der Durchsetzungsvorstoß endete tödlich, als Beamte im letzten Monat bei separaten Vorfällen zwei Demonstranten töteten.
Obwohl der Grenz-Zar des Weißen Hauses, Tom Homan, letzte Woche das Ende der Aktion ankündigte, berichteten die Stadtführer von Minneapolis von finanziellen Auswirkungen von über 200 Millionen Dollar.
Der viermalige deutsche Meister hat ein progressives Image kultiviert und verließ 2024 bekanntermaßen X zugunsten von Bluesky wegen „Hassreden, Hass gegen Minderheiten, rechtsextreme Beiträge und Verschwörungstheorien".
„Wir als Verein haben klare Werte", betonte Pieper am Freitag. „Unser Verein steht für eine offene, pluralistische und vereinte Gesellschaft. Wir verpflichten uns dafür zu sorgen, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität, Alter oder Behinderung – selbstverständlich einbezogen werden und einen festen Platz in unserer Gemeinschaft haben."
Die Absage erfolgt, nachdem FIFA-Präsident Gianni Infantino Trump einen Friedenspreis überreicht und seine Unterstützung für dessen Board of Peace-Initiative zugesagt hatte.


