Die Erlaubnis für Kraken, auf die wichtigsten Zahlungssysteme der US-Notenbank zuzugreifen, hat eine heftige Reaktion aus dem Bankensektor ausgelöst. Am MittwocDie Erlaubnis für Kraken, auf die wichtigsten Zahlungssysteme der US-Notenbank zuzugreifen, hat eine heftige Reaktion aus dem Bankensektor ausgelöst. Am Mittwoc

Banken reagieren auf Krakens Zugang zur Federal Reserve – Trump stellt sich auf die Seite von Krypto

2026/03/05 17:30
3 Min. Lesezeit
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Die Erlaubnis für Kraken, auf die wichtigsten Zahlungssysteme der US-Notenbank zuzugreifen, hat eine heftige Reaktion aus dem Bankensektor ausgelöst.

Am Mittwoch äußerten sich die Independent Community Bankers of America (ICBA) und das Bank Policy Institute (BPI) klar gegen die Entscheidung der Fed. Sie argumentierten, die Entscheidung gefährde die Stabilität des Finanzsystems.

Banken stellen Krakens US-Lizenz in Frage

Nur wenige Stunden nachdem bekannt wurde, dass Kraken das erste Krypto-Unternehmen mit direktem Zugang zur Notenbank geworden ist, veröffentlichte die ICBA eine Stellungnahme.

Auch das BPI zeigte sich besorgt über den Entscheidungsprozess.

In den Aussagen wird deutlich: Kraken hat nun direkten Zugang zu denselben Zahlungssystemen wie Tausende US-Banken und Kreditgenossenschaften. So kann Kraken USD-Transaktionen direkt über die Notenbank abwickeln und muss keine Zwischenbank nutzen.

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Kraken bekommt allerdings nicht alle Vorteile, die klassische Banken bei der Notenbank genießen, zum Beispiel Zinsen auf ihre Reserven. Dennoch ist die Genehmigung ein großer Erfolg für die Krypto-Branche.

Der Konflikt zwischen Banken und der Kryptobranche geht weit über die Genehmigung für Kraken hinaus. Das macht deutlich, dass es weiterhin Sorgen wegen der wachsenden Rolle von Krypto im traditionellen Finanzsystem gibt.

Der Streit um Zinsen auf Stablecoins geht weiter

Bereits vor dem GENIUS Act im letzten Juli machten Banken massiv Lobbyarbeit gegen die lockere Regulierung von Stablecoins. Ihr Hauptargument war, das Gesetz könne eine Gefahr für klassische Bankeinlagen bedeuten. 

Diese Sorge war berechtigt. Ein Bericht des US-Finanzministeriums schätzte im April, dass Stablecoins zu Abflüssen von bis zu 6,6 Billionen USD an Einlagen führen könnten.

Schon einen Monat nach der Verabschiedung des GENIUS Act schrieben fünf Bankverbände —darunter ICBA und BPI— einen Brief an den Kongress. Darin forderten sie, eine Gesetzeslücke zu schließen, durch die Stablecoin-Anbieter Zinsen über Börsen zahlen können.

Die Verbände warnten außerdem, dass so auch höhere Kreditzinsen und weniger verfügbare Kredite für Unternehmen und Familien drohen könnten.

Diese Uneinigkeit spiegelt sich inzwischen auch in den Diskussionen um den CLARITY Act wider. Vor allem geht es darum, ob Kryptobörsen Erträge in Form von Zinsen auf Stablecoins anbieten dürfen.

Für die Banken ist die Lage noch schwieriger geworden, da US-Präsident Donald Trump zuletzt die Krypto-Branche unterstützt hat.

Trump kritisiert Banken: Verzögern sie das CLARITY-Gesetz?

Am Dienstagabend warf der Präsident den US-Banken vor, den GENIUS Act zu untergraben und den CLARITY Act zu blockieren.

Mit dieser Aussage griff ein US-Präsident erstmals so deutlich in den Streit um Stablecoin-Erträge ein.

Trump, dessen Familie in vielen Kryptoprojekten aktiv ist, will, dass der Kongress das Gesetzespaket noch vor den Zwischenwahlen im November beschließt. Diese Wahl könnte die aktuelle Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus und im Senat beenden.

Der Beitrag auf Trumps Social-Media-Kanal erschien nur wenige Stunden, nachdem POLITICO berichtete, dass der Präsident im Weißen Haus ein vertrauliches Treffen mit Brian Armstrong, dem CEO von Coinbase, hatte.

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