Coinbase hat den regulierten Krypto-Futures-Handel für berechtigte Nutzer in 26 europäischen Ländern über seine Coinbase Advanced Plattform gestartet.
Coinbase kündigte die Einführung des regulierten Krypto-Futures-Handels in ganz Europa an, womit die Börse zum ersten Mal Derivateprodukte direkt für Händler in der Region verfügbar macht.
Das neue Angebot wird über Coinbase Advanced eingeführt und ermöglicht berechtigten Nutzern in 26 europäischen Ländern den Handel mit einer Reihe von Futures-Kontrakten im Rahmen eines regulierten Systems.
Europäische Krypto-Händler waren historisch auf Offshore- oder unregulierte Plattformen angewiesen, um Zugang zu Derivatemärkten zu erhalten. Die regulatorische Komplexität in der Region machte es großen Börsen schwer, diese Dienstleistungen lokal anzubieten.
Coinbase schließt nun diese Lücke, indem es regulierte Krypto-Futures-Produkte über seine MiFID-regulierte Einheit in Europa einführt. Die Einführung umfasst 26 Länder, darunter wichtige Märkte wie Deutschland, Frankreich und die Niederlande.
Der Start erfolgt über Coinbase Financial Services Europe Ltd., die unter der CySEC-Lizenz 374/19 tätig ist. Diese regulatorische Struktur gibt Händlern Zugang zum Derivatehandel innerhalb eines konformen Rahmens.
Branchenbeobachter sagen, dass dieser Schritt die Handelsaktivität in Richtung regulierter Plattformen verlagern könnte, da Europa sich Mitte 2026 der vollständigen Durchsetzung der Markets in Crypto Assets Regulierung nähert.
Die Plattform führt mehrere Derivateprodukte ein, die sowohl für Krypto-fokussierte als auch für diversifizierte Händler konzipiert sind.
Nutzer können auf Futures-Kontrakte zugreifen, die an wichtige digitale Vermögenswerte wie Bitcoin und Solana gebunden sind, sowie auf indexbasierte Derivate einschließlich der Mag7 + Krypto Equity Index Futures.
Coinbase bietet zwei Hauptarten von Kontrakten an.
Dies sind langfristige Kontrakte mit fünfjährigen Laufzeiten. Sie verwenden einen stündlichen Finanzierungsmechanismus, um den Kontraktpreis mit dem zugrunde liegenden Vermögenswert in Einklang zu halten, und werden einmal täglich abgerechnet.
Diese Kontrakte haben monatliche oder vierteljährliche Ablaufdaten. Sie werden täglich auf Basis der offiziellen Börsen-Abrechnungspreise zum Marktpreis bewertet und werden bei Fälligkeit in bar abgerechnet, wenn Händler sie bis zur Fälligkeit halten.
Coinbase sagte, dass Händler auf ausgewählten Kontrakten wie Bitcoin, Ether und bestimmten Aktienindexprodukten einen Hebel von bis zu 10x nutzen können. Andere Derivateprodukte bieten einen Hebel im Bereich von 4x bis 5x.
Die Börse führte auch relativ niedrige Derivategebühren ein, um die Akzeptanz zu fördern. Die Handelskosten beginnen bei 0,02 Prozent pro Kontrakt.
Berechtigte Nutzer können über den Derivate-Tab auf Coinbase Advanced auf die neuen Produkte zugreifen. Der Onboarding-Prozess umfasst mehrere Schritte, bevor der Handel beginnen kann.
Händler müssen Berechtigungsprüfungen durchführen, die ihre Handelserfahrung überprüfen, und die Know-Your-Customer-Verifizierung (KYC) bestehen. Nach der Genehmigung können Konten mit EUR oder dem USDC Stablecoin aufgeladen werden, bevor Futures-Trades platziert werden.
Die Einführung erfolgt schrittweise, was bedeutet, dass nicht alle unterstützten Länder gleichzeitig Zugang erhalten werden.
Coinbase-Führungskräfte beschrieben den europäischen Derivate-Start als Teil eines viel größeren strategischen Plans.
Daniel Seifert, Vice President und Regional Managing Director von Coinbase für EMEA, und Vinayak Doraiswamy, Head of Product für Coinbase Financial Markets, positionierten die Einführung als wichtigen Schritt beim Aufbau einer "Börse für alles".
Die Idee besteht darin, eine einzige Plattform zu schaffen, auf der Nutzer mehrere Anlageklassen über Kryptowährungen hinaus handeln können.
In den letzten Monaten hat Coinbase seine Dienstleistungen in mehreren Bereichen erweitert:
Das Unternehmen beantragte im Oktober 2025 auch eine nationale Treuhandgesellschafts-Charter beim United States Office of the Comptroller of the Currency, um seine Verwahrungs-, Zahlungs- und Finanzinfrastrukturdienste zu erweitern.
Aus meiner Sicht zeigt dieser Start, wie sich die Krypto-Industrie schrittweise in Richtung regulierter Derivatemärkte verlagert. Nach meiner Erfahrung hatten viele europäische Händler begrenzte Optionen und wandten sich oft an Offshore-Plattformen, nur um Zugang zum Futures-Handel zu erhalten.
Ich fand, dass Coinbases Eintritt in diesen Bereich mit einem regulierten Angebot Händler anziehen könnte, die Compliance und Sicherheit priorisieren. Wenn die Einführung an Fahrt gewinnt, könnte sie auch andere Börsen dazu bringen, ihre regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa zu stärken, da die MiCA-Frist näher rückt.
Der Beitrag Coinbase Rolls Out Crypto Futures Trading Across Europe erschien zuerst auf CoinLaw.


