Paramount Skydance ging siegreich aus dem Kampf um Warner Bros. Discovery hervor. Doch Investoren stellen sich jetzt die Frage: War der Preis zu hoch?
Die Aktien von PSKY stürzten während der Handelssitzung am Dienstag um etwa 7,7% ab und schlossen bei 10,37 $. Dies markiert den sechsten Rückgang in sieben Handelstagen. Die Aktie hat den beeindruckenden Anstieg von 21%, den sie am 27. Februar erlebte, nachdem das Unternehmen seine Übernahme von Warner Bros. Discovery ankündigte, nachdem Netflix aus dem Bieterverfahren ausgestiegen war, vollständig wieder aufgegeben.
Paramount Skydance Corporation Class B Common Stock, PSKY
Der starke Rückgang folgte auf die Entscheidung der Bank of America Securities-Analystin Jessica Reif Ehrlich, ihre Underperform-Bewertung beizubehalten, während sie ihr Kursziel von 13 $ auf 11 $ senkte. Ihre Analyse zeichnete ein herausforderndes Bild: Während die Fusion langfristiges Aufwärtspotenzial bietet, bleibt der Weg dorthin lang und voller Unsicherheiten.
Der Kontext ist entscheidend. Paramount und Skydance Media schlossen ihre Fusion erst im vergangenen Sommer ab. CEO David Ellison, dessen Vater Larry Ellison Oracle mitgründete, hatte erst kürzlich mit dieser Integrationsarbeit begonnen, bevor er eine etwa doppelt so große Übernahme in Angriff nahm.
Die Bilanzsituation sorgt für Unruhe unter den Marktteilnehmern. Nach Abschluss der Warner Bros.-Transaktion wird Paramount ein Nettoverschuldungs-zu-EBITDA-Vielfaches von 4,3 aufweisen, selbst nach Berücksichtigung der erwarteten Kosteneinsparungen. Das Management glaubt, dass es dieses Verhältnis innerhalb von drei Jahren auf ein Investment-Grade-Niveau von 3 zu 1 senken kann – die Ratingagenturen reagieren jedoch bereits jetzt.
Fitch Ratings hat die Kreditwürdigkeit von PSKY auf Ramschniveau herabgestuft. S&P Global Ratings hat das Unternehmen unter negative Kreditbeobachtung gestellt. Zusätzlich zu den Investorenbedenken hat der Deal aufgrund von Finanzierungsvereinbarungen, an denen teilweise staatliche Vermögensfonds aus dem Nahen Osten beteiligt sind, politische Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Das fusionierte Unternehmen würde ein Entertainment-Kraftwerk schaffen. Zusammen kontrollieren Paramount Pictures und Warner Bros. etwa 30% des inländischen Kinomarktes und bringen beliebte Franchises wie Star Trek, Harry Potter und DC Comics-Eigenschaften zusammen. Der Deal vereint auch große Fernsehsender wie CBS, TNT und CNN.
Ellison hat einen aggressiven Ausgabenansatz demonstriert. Paramount hat bereits Rechtsvereinbarungen für South Park- und UFC-Programme über die TKO Group abgeschlossen. Die Recherche der Bank of America hob hervor, dass PSKY „deutlich mehr als das nächstbeste Angebot für beide Deals bezahlt hat".
Das Studio plant, jährlich 30 Kinostarts zu verteilen – 15 von jedem Produktionshaus – während gleichzeitig die Streaming-Content-Produktion erweitert wird. Ehrlich bezeichnete dieses Produktionsvolumen als „ein bedeutendes Unterfangen" mit unvorhersehbaren Ergebnissen.
Die NFL stellt ein weiteres großes finanzielles Fragezeichen dar. Paramount hält derzeit einen Teil der Übertragungsrechte der Liga und strebt eine Verlängerung im kommenden Verhandlungszyklus an. BofA warnte, dass das Unternehmen vor einer schwierigen Wahl steht: entweder das Paket an einen Konkurrenten zu verlieren, der bereit ist, mehr zu zahlen, oder sich zu einer erheblichen Preiserhöhung zu verpflichten, um es zu behalten.
PSKY ist seit Jahresbeginn um 21,8% gefallen. Bei einem Kurs von 10,31 $ liegt die Aktie 47,8% unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 19,73 $, das im September 2025 erreicht wurde. In den letzten zwölf Monaten erlebte die Aktie 27 Preisschwankungen von über 5%, was die extreme Volatilität dieser Aktie verdeutlicht.
Paramount entschied sich, keinen Kommentar zum Forschungsbericht der Bank of America abzugeben.
Der Beitrag Paramount Skydance (PSKY) Aktie stürzt um 8% nach Bank of America Herabstufung erschien zuerst auf Blockonomi.


