Globale Mobile-Money-Transaktionen überschritten 2025 die 2-Billionen-Dollar-Marke. Dies geht aus dem neuesten State of the Industry Report on Mobile Money der GSMA hervor. Die Bilanz von 2025 bedeutet, dass sich der Transaktionswert in nur vier Jahren verdoppelt hat, wobei Afrika das außergewöhnliche Wachstum vorantreibt.
Der Branchenverband der mobilen Telekommunikation erklärte, dass Mobile Money 20 Jahre brauchte, um die erste Billion Dollar an jährlichem Transaktionswert zu erreichen, aber nur vier Jahre, um diese Zahl zu verdoppeln. Registrierte Konten erreichten 2025 weltweit 2,3 Milliarden, ein Zuwachs von 268 Millionen, während monatlich aktive Konten um 15 % auf 593 Millionen stiegen, das stärkste Wachstum seit 2021.
Subsahara-Afrika machte den Großteil der neuen registrierten und aktiven Konten aus und festigte damit die Position der Region als Epizentrum der Mobile-Money-Akzeptanz.
Das schnelle Wachstum wird durch einen starken Anstieg registrierter und aktiver Konten in ganz Afrika und eine wachsende Nachfrage nach digitalen Finanzdienstleistungen wie Savings, Krediten und Versicherungen angetrieben. Es wird auch durch stärkere regulatorische Unterstützung wie Interoperabilität und KYC-Rahmenwerke vorangetrieben, die Anbietern helfen, effizienter zu skalieren.
Das Ausmaß von Mobile Money auf dem afrikanischen Kontinent ist beeindruckend, wobei große Betreiber massiv in Fintech als strategische Kernsäule investieren.
Im Jahr 2025 verarbeitete MTN MoMo allein mehr als eine halbe Billion Dollar, laut den Finanzangaben der MTN Group. Dies entspricht etwa einem Viertel der globalen Gesamtsumme. Die Plattform hat außerdem 69,5 Millionen monatlich aktive Nutzer in ihren Märkten.
Safaricoms M-Pesa erzielte im Geschäftsjahr bis März 2025 einen Umsatz von 161,1 Milliarden kenianischen Schilling (1,2 Milliarden Dollar). Dies stammte von 37,1 Millionen Nutzern in Kenia und Äthiopien, laut dem Gewinnbericht des Unternehmens.
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Vodacom, das Safaricom einschließt, verarbeitete im gleichen Zeitraum 450,8 Milliarden Dollar an Transaktionen über seine VodaCash- und M-Pesa-Plattformen in acht Märkten, eine Steigerung von 18,3 % im Jahresvergleich, laut Vodacoms Jahresergebnissen 2025.
Orange Money verzeichnete ebenfalls explosives Wachstum, wobei sich die Transaktionswerte von 50 Milliarden Dollar im Jahr 2021 auf 178 Milliarden Dollar im Jahr 2024 mehr als verdoppelten, laut den Finanzberichten der Orange Group. Die Plattform wickelt mittlerweile monatlich bis zu 760 Millionen Dollar an Überweisungen ab, während Orange Bank Africa 2024 1,7 Millionen Kunden zählte.
Trotz des außergewöhnlichen Wachstums machte die GSMA auf anhaltende Herausforderungen aufmerksam. Fast 75 % der registrierten Konten bleiben jeden Monat inaktiv, wobei Betrug und Transaktionssteuern in einigen Ländern Nutzer dazu ermutigen, wieder auf Bargeld umzusteigen.
Eine große geschlechtsspezifische Kluft besteht weiterhin: In sieben von zehn befragten Ländern ist es bei Frauen, die ein Mobile-Money-Konto besitzen, weniger wahrscheinlich als bei Männern, dass sie es im letzten Monat genutzt haben.
Regulierung spielt eine zunehmend wichtige Rolle. Mehr als 60 % der Mobile-Money-Anbieter gaben an, dass Interoperabilität, Know-Your-Customer und Verbraucherschutzvorschriften ihre Geschäftstätigkeit unterstützt haben.
Allerdings bleiben grenzüberschreitende Datenübertragungsvorschriften ein Problem, wobei fast ein Viertel der Anbieter berichtete, dass diese die Geschäftstätigkeit behindert haben.
Der GSMA-Bericht stellte auch fest, dass die Anzahl der Mobile-Money-Anbieter, die Versicherungen anbieten, 2025 um ein Drittel gestiegen ist, während Kredit- und Sparprodukte weiter expandieren.
Der Branchenverband argumentierte, dass die Rolle von Mobile Money über Zahlungen hinaus in umfassendere Finanzdienstleistungen ausgeweitet wird und dass Programme zur digitalen Finanzkompetenz benötigt werden, um ein verantwortungsvolles Wachstum zu unterstützen.
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