Ein Bundesrichter in Manhattan hat Sam Bankman-Frieds Antrag auf ein neues Verfahren abgelehnt und erklärt, es gebe keine neuen Beweise oder Zeugen, die eine Wiedereröffnung seines Betrugs- und Geldwäschefalls rechtfertigen würden. US-Bezirksrichter Lewis Kaplan, der den Prozess von 2023 leitete und Bankman-Fried später zu 25 Jahren Gefängnis verurteilte, wies die Behauptungen der Verteidigung in einer diese Woche erlassenen Verfügung zurück.
Bankman-Fried hatte im Februar ein neues Verfahren unter einem anderen Richter beantragt – ein seltenes Vorgehen, das ohne Beteiligung seiner Anwälte eingereicht wurde, während ein Berufungsgericht die Verurteilung und das Urteil prüfte. Kaplans Entscheidung macht deutlich, dass er den Antrag als unbegründet betrachtete und als Teil eines Versuchs, Bankman-Frieds öffentliches Ansehen nach dem Zusammenbruch von FTX wiederherzustellen.
In der Verfügung wies Kaplan ausdrücklich die Behauptung zurück, dass drei ehemalige FTX-Führungskräfte der Einschätzung der Regierung entgegenwirken könnten, dass FTX zahlungsunfähig war. Er bezeichnete die Behauptung als „auf mehreren unabhängig hinreichenden Ebenen haltlos".
Bankman-Fried hatte argumentiert, dass zwei ehemalige FTX-Führungskräfte, die nicht ausgesagt hatten – Ryan Salame, der frühere CEO von FTX's Bahamaischer Niederlassung, und Daniel Chapsky, FTX's ehemaliger Leiter der Datenwissenschaft – hätten Aussagen liefern können, die der Insolvenzdarstellung der Regierung widersprechen. Salame hat sich seitdem der Verletzung von Wahlkampffinanzierungsvorschriften und dem Betrieb eines illegalen Geldtransfergeschäfts schuldig bekannt und wurde im Mai 2024 zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Chapsky, der ebenfalls mit Anklagen konfrontiert war, sagte beim Prozess nicht aus. Eine dritte Person, Nishad Singh, FTX's ehemaliger Engineering-Leiter, der einen Vergleich mit den Staatsanwälten schloss, um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden, und gegen Bankman-Fried aussagte, soll seine Aussage „nach Drohungen seitens der Regierung" geändert haben.
Kaplan stellte fest, dass Bankman-Fried versucht haben könnte, Aussagen von diesen Personen zu erzwingen, dies aber nicht tat, und dass die Behauptung, staatlicher Druck habe ihre Entscheidungen beeinflusst, „völlig verschwörungstheoretisch und vollständig durch die Akten widerlegt" sei. Der Richter betonte auch, dass Bankman-Frieds Verurteilung auf sieben Strafanzeigen im Zusammenhang mit Betrug und Geldwäsche folgte, die sich auf die Übertragung von Milliarden von Dollar an Kundengeldern von FTX an Alameda Research für Hochrisiko-Trades konzentrierten, die zum Zusammenbruch der Börse beitrugen. Bankman-Fried befindet sich derzeit in einem Bundesgefängnis in Lompoc, Kalifornien.
Der Kern von Bankman-Frieds Verteidigung ruhte auf der Frage, ob neue Aussagen von Salame, Chapsky oder Singh die Darstellung der Regierung über FTX's Finanzen verändern könnten. Kaplans Einschätzung macht deutlich, dass das bloße Vorschlagen bekannter Namen als potenzielle Zeugen keine „neuen" Beweise darstellt, insbesondere wenn die Personen Bankman-Fried lange vor dem Prozess bekannt waren und zuvor für eine Aussage in Betracht gezogen worden waren. Die Sprache des Gerichts unterstreicht einen sorgfältigen Standard für Rechtsmittel nach dem Prozess: Neue Beweise müssen die Sachlandschaft des Falls tatsächlich verändern und nicht lediglich bestehende Informationen neu verpacken oder Argumente nach einer Verurteilung neu rahmen.
Der Fall Bankman-Fried ist eingebettet in den größeren FTX-Zusammenbruch und die daraus resultierenden Strafverfolgungen mehrerer Führungskräfte, die mit dem Niedergang der Börse verbunden sind. Die sieben Anklagepunkte, mit denen er beim Prozess konfrontiert war, umfassten Betrugs- und Geldwäschevorwürfe im Zusammenhang mit der angeblich unrechtmäßigen Übertragung von Kundengeldern an Alameda Research zur Durchführung riskanter Trades. Kaplans Entscheidung bekräftigt den Verlauf des Falls – die Darstellung der Regierung zur Zahlungsunfähigkeit und zum Missbrauch von Kundengeldern steht im Mittelpunkt der Erzählung, die Bankman-Frieds Verurteilung und lange Gefängnisstrafe sicherte. Der Status der verschiedenen Mitangeklagten, ihrer Kooperationsvereinbarungen und etwaiger nachfolgender Aussagen wird weiterhin verwandte Verfahren und potenzielle Einsprüche beeinflussen.
Da der Antrag auf ein neues Verfahren abgelehnt wurde, verlagert sich der Fokus auf das Berufungsverfahren und etwaige weitere Anträge, die entstehen könnten, während Bankman-Fried und sein Verteidigungsteam potenzielle Rechtsmittelwege erkunden. Während die aktuelle Entscheidung die Grundlagen für eine Wiedereröffnung des Verfahrens einengt, hängen Berufungsüberlegungen oft von technischen Aspekten des Verfahrensrechts und Beweisstandards ab, anstatt die Fakten erneut zu verhandeln. Investoren, Händler und Branchenbeobachter werden beobachten wollen, ob die Verteidigung weitere Wege verfolgt oder verwandte Fälle als Teil einer breiteren Strategie rund um den FTX-Zusammenbruch und seine regulatorischen Implikationen nutzt.
Leser sollten auf Updates zum Berufungszeitplan und etwaige zusätzliche Offenlegungen der Parteien achten, da diese sich für die nächste Phase dieses hochkarätigen Finanz-Krypto-Strafverfolgungsfalls positionieren.
Dieser Artikel wurde ursprünglich als Judge Denies SBF's Bid for New Trial in FTX Case auf Crypto Breaking News veröffentlicht – Ihre vertrauenswürdige Quelle für Krypto-News, Bitcoin-News und Blockchain-Updates.


